€ 390.000

Oratorium San Giuseppe, Brenzio

Gravedona ed Uniti
Ref.: 1826
1
Badezimmer
4
Zimmer
120 m²
Haus
Typ
Ja
Seeblick

Beschreibung

Ein einzigartiges Anwesen, das 1769 erbaut und bis Anfang der 2000er Jahre als Oratorium genutzt wurde, bis es von der Bischofskurie für „weltlichen Gebrauch“ freigegeben wurde.

Das Anwesen wurde kürzlich fachmännisch restauriert, wobei traditionelle Techniken zum Einsatz kamen, wie sie bereits früher von Handwerkern verwendet wurden (zum Beispiel Flechtwerk mit Lehmverputz), um den historischen Wert des Anwesens bis ins kleinste Detail zu bewahren.

Das Grundkonzept des Projekts besteht in einer Sanierung mit Nutzungsänderung, wobei die Auswirkungen der Veränderungen auf ein Minimum beschränkt werden: Der Anbau wurde so konzipiert, dass er auf Wunsch spurlos wieder entfernt werden kann.

Es genügt zu erwähnen, dass die Konstruktion lediglich an den vier Befestigungspunkten des Zwischengeschossrahmens an den Außenwänden verankert ist. Selbst die Beleuchtung wurde, um Beschädigungen an den Wänden zu vermeiden, mit geflochtenen Kabeln installiert, während die meisten der aus Keramik gefertigten und hervorragend gestalteten Antriebe funkgesteuert sind.

Der Wohnbereich ist ein wahres Juwel, das Design und Funktionalität vereint und zeitgenössischen Minimalismus in der besten Tradition des klassischen Stils interpretiert.

Wenn man durch die Eingangstür tritt, gelangt man in den Anbau, der nach den Prinzipien einer sogenannten „Schiffskabine“ gestaltet wurde: Eine elegante Treppe führt zum Zwischengeschoss, wo zwei großzügige Seitenfenster einen herrlichen Blick auf das charmante Dorf und die umliegenden Berge bieten.
Es ist ein gemütlicher Bereich, um sich zu entspannen oder mit Freunden oder der Familie raffinierte Gerichte zu genießen.
Im Erdgeschoss, im Bereich der „Kabine“, finden wir eine elegante Küche, die mit den besten Geräten ausgestattet und nach modernsten Standards gebaut ist.
Man könnte meinen, dass die Einrichtung eines Badezimmers in einer solchen Struktur mit zahlreichen Einschränkungen verbunden wäre, doch wird schnell klar, dass in Wirklichkeit Lösungen und zweckgebundene Räume sorgfältig durchdacht wurden, die den raffiniertesten Badezimmern in einem Luxushaus in nichts nachstehen. Die Schlichtheit der Dusche, die ohne Türen auskommt und dennoch lang genug ist, um mit denen in einer Villa zu konkurrieren, ist ein Paradebeispiel dafür.
Eine kleine technische Anmerkung, die erwähnenswert ist: Die Rohre und Anschlüsse beschränken sich auf ein einziges Loch im Boden, das direkt in den Keller führt, wo alle technischen Anlagen (Heizkessel, Wasserleitungen und Abfluss) untergebracht sind.

In dem Raum, der einst die Apsis bildete und sich über dem Hauptebenen befindet, liegt das Schlafzimmer, im Hintergrund mit einem schönen Stuckrahmen aus dem 18. Jahrhundert.

Es handelt sich um ein einzigartiges Anwesen in klassisch-moderner Atmosphäre mit einem Garten, der einen atemberaubenden Blick auf das schönste Panorama der nördlichen Seenlandschaft bietet – mit den Giganten der Zentralalpen im Hintergrund, darunter der Badile und der Cengalo, um nur einige zu nennen –, sowie auf die Mündung der Flüsse Adda und Mera in den See. Ein beeindruckender Anblick, mit dem berühmten Palazzo Gallio in Gravedona, einer historischen Residenz und dem Wahrzeichen des oberen Sees, im Vordergrund.

Historische und beschreibende Anmerkungen:

Das Gebäude wurde auf dem Teilgelände eines Stalls errichtet, der noch heute existiert und praktisch genutzt wird. Trotz seiner Schlichtheit spiegelt es mit seinem zurückhaltenden Einsatz von Stuck und Vertäfelungen voll und ganz den Stil des späten 18. Jahrhunderts wider.
Die einschiffige Struktur mit Apsis, die kanonisch auf einer Ost-West-Achse ausgerichtet ist – eine in den Alpenregionen Norditaliens verbreitete Typologie – sowie die Innenausstattung mit schlichten Stuckkapitellen und Bodenmarkierungsbändern zeigen deutlich, dass das Gebäude seit seiner Errichtung im Jahr 1769 keinerlei Veränderungen erfahren hat.
Seine Lage, die dem Hang des Berges folgt, macht es zu einem besonders reizvollen Bauwerk, das durch verschiedene Details verschönert wird, wie die Trennwand, die als Glockenturm dient, und die seitlich versetzten Fenster.
Der einräumige Innenraum wird durch eine Stufe aus lokalem Stein unterteilt, die die Apsis und den Altarbereich vom Bereich für die Gläubigen abgrenzt. Die vertikalen Pilaster, die horizontalen Bänder, die luftigen Gewölbe und die sehr schlanken Proportionen vervollständigen ein Bild von bemerkenswerter Ausdruckskraft.

Technische Hinweise zum Restaurierungsprojekt

Das Projekt wurde unter der Aufsicht der Oberbauaufsicht für Architektur- und Landschaftserbe der Lombardei durchgeführt und basierte auf dem Grundsatz der reinen Restaurierung der ursprünglichen Kirche aus dem Jahr 1769.
Das Projekt wurde unter Berücksichtigung folgender Eckpunkte durchgeführt:
Die eingestürzten Teile wurden unter Verwendung ursprünglicher Techniken (Riffelung, Restaurierung des historischen Kalkputzes, etc.),
die 1930 aufgetragenen dekorativen Schichten und unpassenden Farben wurden entfernt,
die farbigen Hintergründe wurden unter Verwendung von Kalktechniken restauriert,
der wertvolle lombardische Terrakottaboden wurde unter Beibehaltung seiner ursprünglichen Patina restauriert, Es wurde ein Zwischengeschoss mit Metallkonstruktion und rauer Lärchenholzdecke hinzugefügt, das durch sechs Stützen vom Mauerwerk getrennt ist.
Unter dem Zwischengeschoss wurden die Küchen- und Sanitäranlagen installiert.
Die gestalterische Entscheidung, das Zwischengeschoss mit Metallkonstruktion einzubauen, wurde vom Bauleiter sofort genehmigt, der dessen vorübergehenden Wert sofort erkannte. Würde es entfernt, würde die Kapelle in ihre ursprüngliche Form zurückkehren, und die Kirche könnte sogar erneut geweiht werden. Auch die Elektro- und Sanitärinstallationen wurden mit größter Sorgfalt ausgeführt, wobei darauf geachtet wurde, dass die gesamte Verkabelung durch den Keller verlegt wurde, sodass in den Böden oder Wänden keine Spuren davon zurückblieben.
Das Projekt und die Bauarbeiten erwiesen sich als echte Herausforderung, aber auch als lohnende Aufgabe für den Architekten, der wusste, dass er ein Werk vollendet hatte, das in 100 Jahren wieder zu seinem früheren Glanz als Oratorium und Kirche zurückkehren könnte.
Wichtig: Die Kapelle ist ein Denkmal von historischem Wert, das vom Ministerium für Kulturerbe und kulturelle Aktivitäten gemäß dem Gesetzesdekret 42/2004 mit einem spezifischen Dekret vom 12. April 2012 ausgewiesen wurde. Da die Schutzauflage nicht ausdrücklich festgelegt war, wurde diese 2012 erweitert. Ihr historischer und künstlerischer Wert ist daher objektiv und unbestreitbar.

Oberflächen

Keller: 45 m² Nutzfläche, vorgesehen für Lager- und Technikräume
Erdgeschoss: 62 m² Nutzfläche, davon 45 m² für Wohnzwecke
Erster Stock: 30 m² Nutzfläche, vorgesehen für Wohnzwecke

Brenzio ist ein Dorf, das auf halber Höhe des Hügels liegt, an der historischen Straße, die das Liro-Tal hinaufführt, und
die über den Iorio-Pass an die wichtige Verbindungsstraße in die Schweiz anschließt.

Die Kapelle wurde am nördlichen Rand des alten
Siedlungskerns von Brenzio errichtet, und den uns vorliegenden Informationen zufolge geschah dies im Jahr 1769 auf Veranlassung des Pfarrers von Brenzio, Pater Giandomenico Bassi, der den Bau in jenem Jahr segnete.

Da es nur einen Altar gab, ist bekannt, dass „das Allerheiligste Sakrament dort nicht aufbewahrt wurde“, doch jedes Jahr
wurde das Fest des Heiligen Josef gefeiert, im Anschluss an ein dreitägiges Fest mit Messen und Segnungen. Es handelte sich also um eine kleine
Kapelle mit örtlicher Widmung.

Dienstleistungen & Funktionen
  • Möbliert
  • Zentralsauganlage
  • Internet
  • Vernetzter Thermostat
  • Denkmalgeschütztes Gebäude
Bereiche
Wohn-/Essbereich1
Duschraum1
Küche1
Keller1
Garten1
Konstruktion
Baujahr1769
Renovierungsjahr2020
Ansicht
  • Panorama
  • Berge
  • Grün
  • Dorf
  • See
Energieeffizienz
APEG
Heizung
HeizvorrichtungHerd
ZugangEinzelperson
EnergieHolzpellet
Nähe
  • Flughafen
  • Bus
  • Autobahn
  • Stadtzentrum
  • See
  • Geschäfte
  • Krankenhaus / Klinik
  • Sportzentrum
  • Öffentlicher Parkplatz
  • Skipiste
  • Seehafen
  • Strand
  • Bahnhof
  • An der Hauptstraße
  • Supermarkt

Video

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Standort

Die bereitgestellten Informationen und Grundrisse dienen lediglich der Veranschaulichung und stellen keine vertraglichen Bestandteile dar.

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